Downhill für Anfänger: Einführung und Tipps vom Profi

Radfahren

Anfänger Tipps für Downhill Mountainbiken

Herbstzeit ist Fahrrad-Zeit! Nun, da die Temperaturen allmählich etwas kühler werden, macht es wieder richtig Spaß, sich auf dem Bike zu verausgaben. Dass die Fahrrad-Branche nach wie vor boomt, verwundert überhaupt nicht. Nicht nur der Siegeszug der eBikes, sondern auch ein stetig wachsendes Angebot und unterschiedliche Möglichkeiten begeistern die Zweirad-Fans.

Derzeit besonders gefragt und beliebt: Downhill fahren. Kein Wunder, denn hier trifft sportliche Aktivität auf Adrenalinkick – eine Mischung, die es in sich hat und die keinesfalls unterschätzt werden darf. Als Downhill Anfänger gibt es einiges, was du beachten musst. In diesem Beitrag verraten wir dir, wie dir der Einstieg gelingt. Außerdem geben wir dir ein paar Tipps vom Profi mit auf den Weg.

Downhill – Was ist das?

Die wichtigste Frage gleich vorweg: Was ist Downhill fahren? Downhill, manchmal auch Downhill MTB oder nur MTB genannt, ist eine Variante des Radsports, bei der es vorrangig bergab geht – und zwar über Stock und Stein. Im Mittelpunkt der Aktivität steht also nicht, aus eigener Kraft von A nach B zu kommen, sondern im teils rasanten Tempo Kurven zu fahren und Hindernisse zu überwinden. Was im ersten Moment nur wenig anstrengend erscheint (es geht schließlich permanent abwärts), erfordert sehr viel Können, Konzentration und Kontrolle über das Bike. Keine Frage: Downhill fahren ist nichts für Weicheier und will definitiv gelernt sein.

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Ich will Downhill fahren – Wie (und wo) fange ich an?

Wenn du dich ans Downhill fahren herantasten willst, reicht es, wenn du erst einmal dein „normales“ Mountainbike dafür nutzt. Zieh dir lange, bequeme Sachen und (extrem wichtig!) einen (Integral-)Helm an und auf. Auch weitere Schutzmaßnahmen wie Knie- und Ellenbogenprotektoren sind eine gute Idee, solang sie dich nicht in deiner Bewegungsfreiheit einschränken.

Tipp: Wenn das Downhill fahren etwas für dich ist, wird sich deine Ausrüstung von ganz allein erweitern. Weitere empfehlenswerte Bestandteile sind Oberkörperprotektor, Handschuhe, Visier oder Goggles und geeignete Schuhe mit einem guten Profil.

Im nächsten Schritt gilt es, eine geeignete Strecke für deine ersten Downhill-Gehversuche zu finden. Da die Sportart in den vergangene Jahren viele Anhänger gewonnen hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass du ganz in deiner Nähe eine einfache Übungsstrecke findest. Auch wenn diese beim Profi nur ein müdes Lächeln hervorrufen würde – für deine Zwecke ist sie perfekt! Jeder fängt schließlich einmal klein an.

Tipps für Downhill Mountainbiken

Die Grundhaltung beim Downhill

Um die Downhill-Strecke möglichst unfallfrei hinter dich zu bringen, ist es unverzichtbar, dass du die Grundhaltung kennst. Eines gleich vorweg: Dein Hinterteil hat nichts auf dem Sattel verloren, solang du auf dem Trail unterwegs bist! Beim Downhill fahren solltest du diese Körperhaltung einnehmen:

    • Stelle dich sicher auf die Pedale deines MTB
    • Stelle die Pedale parallel, also so, dass sie auf gleicher Höhe sind
    • Ermittle deinen Hauptfuß* und stelle diesen immer nach vorn bei der Abfahrt
    • Gehe immer leicht in die Hocke
    • Schiebe deine Hüften leicht nach vorn
    • Schiebe deinen Kopf nach vorn, sodass er über dem Lenkrad ist
    • Verlagere dein Gewicht generell leicht nach vorn
    • Bewahre Körperspannung, aber verkrampfe nicht

* Deinen Hauptfuß kannst du ganz leicht ermitteln, indem du dich (sanft) schubsen lässt. Der Fuß, der als erstes den Boden berührt, ist dein Hauptfuß.

Hinweis: Auch wenn es an sich recht einfach klingt, kannst du beim Downhill fahren eine Menge falsch machen. Das wiederum bedeutet in der Regel eines: Schlimme Stürze mit teils schweren Verletzungen. Um diese schmerzhaften Erfahrungen zu umgehen, empfehlen wir dir mindestens eine Übungsstunde mit einem Profi. Dieser korrigiert nicht nur deine Haltung auf dem MTB, sondern gibt dir auch wertvolle Tipps zum Bewältigen der Trails.

Downhill Mountainbiken für Anfänger

Anfänger-Tipps von Downhill-Profi Jonas Hohmann

Jonas Hohmann, den wir dir erst kürzlich auf unserem Blog vorgestellt haben [Lesetipp: Interview: Downhill fahren in Neuseeland – wie ist das, Jonas Hohmann?], war so nett, nicht nur unsere Interview-Fragen zu beantworten, sondern uns auch seine drei Top-Tipps für Downhill-Anfänger zu verraten:

Tipp #1: Nicht die Nerven verlieren

Die eine oder andere Downhill-Strecke kann ziemlich angsteinflößend wirken – vor allem, wenn man von oben herabschaut. Nichtsdestotrotz solltest du immer ruhig bleiben und nie vergessen, was du gelernt hast. Das Adrenalin, das dein Körper ausschüttet, wird dir dabei helfen, dich zu konzentrieren.

Tipp #2: Nicht aufgeben

Wer denkt, dass er beim Downhill fahren ab und zu auf die Fr*** fliegen wird, der irrt sich gewaltig. Er wird stets und ständig den Boden küssen. Gerade in der Anfangszeit, aber auch später, gehören Stürze einfach dazu. Lass dich davon nicht entmutigen, sondern stehe immer einmal mehr auf, als du hinfällst.

Tipp #3: Viel trainieren

Wenn du deine Downhill-Skills stetig verbessern und die blauen Trails im Bikepark hinter dir lassen willst, musst du viel Zeit investieren. Downhill ist kein Hobby für Leute, die schnell das Handtuch werfen, wenn es nicht sofort funktioniert. Jonas weiß: „Übung macht den Meister“ und trainiert daher regelmäßig und viel, um es schon bald mit den Großen der Szene aufnehmen zu können.

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