Mountainbiken auf Mallorca mit Roxybike (mit Video)

Radfahren, Reiseinspiration, Spanien

Dass Mallorca mehr zu bieten hat als Ballermann und Schinkenstraße, spricht sich langsam auch unter den Outdoorsportlern herum. Das man dort sehr gut Wandern, Klettern und Rennradfahren kann ist längst kein Geheimnis mehr, aber wie schaut`s mit Mountainbiken auf Mallorca aus? Wir wollten es wissen und sind mit Roxybike Mallorca auf Tour gegangen.

Mountainbiken auf Mallorca

Mountainbike Tour im Spätsommer auf Mallorca

Während sich in der Heimat langsam der Herbst breit macht und sich die Temperaturen auf den Weg in den einstelligen Bereich machen, herrscht auf Mallorca noch sommerliches Wetter. Die Sonne scheint und das Thermometer ist bereits über die 20 Grad Marke geklettert als wir uns an diesem Oktobermorgen in Richtung Cala Millor aufmachen. Um 10 Uhr sind wir mit Roxy von Roxybike Mallorca für eine Mountainbike Tour rund um Cala Millor verabredet.

Ausrüsten und Bikesetup bei Roxy in Cala Millor

Nachdem wir von Roxy und unserem Guide Berni in Empfang genommen wurden, starten wir direkt mit dem Bikesetup. Wir hatten bereits im Vorfeld Größe und Gewicht angeben und das Setup war mit ein wenig Luft aus dem Dämpfer lassen und Bremshebel verstellen erledigt. Die erste Testrunde auf der Einkaufspassage machte direkt Lust auf mehr. Aber erst ging es noch einmal zurück zur Bikestation, um einen passenden Helm und Handschuhe auszusuchen. Ein Service der ebenso im Tourenpreis enthalten ist, wie die Verpflegung mit Wasser und Riegeln – top! Helme und Handschuhe sind in ausreichender Stückzahl vorhanden, so dass sogar die Waldheldin ohne Murren etwas (optisch) passendes gefunden hat.

Roxybike Bikestation

Einrollen auf der Promenade von Cala Millor

Nachdem wir alles zusammen haben, starten wir in Richtung Promenade. Wir rollen auf dem Radweg entlang des Strandes von Cala Millor und bei mir macht sich ein wenig Neid breit. Ich hätte auch gerne einen Strand auf meiner Feierabendrunde und 25 Grad im Oktober, um nach der Tour im Meer schwimmen zu können. Aber wir sind hier ja nicht bei „Wünsch dir was“.

Unbekannter Naturstrand von Costa de los Pinos

Die Radon Mountainbikes sind top gepflegt und laufen absolut super. Kurz hinter Cala Bona erreichen wir den Naturstrand von Costa de los Pinos. Ein Strand der den meisten Touristen nicht bekannt ist und überwiegend von den Einheimischen besucht wird. Wir nutzen die kurze Pause, um das Cockpit der Waldheldin nachzujustieren. Berni hat alles dabei und schraubt routiniert an den Bremsen, während er uns mit Hintergrundinformationen zum Naturstrand versorgt.

Naturstrand von Costa de los Pinos

Weiter geht es durch das Villenviertel Port Vell in Richtung Inland. Berni teilt uns die aktuellen Immobilienpreisen mit, aber wir müssen leider passen. An der Kirche von Son Servera wartet Chris auf uns. Er ist angehender Bikeguide bei Roxybike Mallorca und wird uns den Rest der Tour begleiten. Chris ist gebürtiger Engländer und besticht durch eine ebenso charmante Aussprache und Satzbau wie Sänger Rea Garvey.

Aussicht vom Na Penyal über die Küste von Cala Millor

Kurz hinter Son Servera treffen wir auf Na Penyal, den Roxybike Hausberg. Mit 170 Metern sicherlich kein Riese, aber ausreichend hoch, um eine tolle Aussicht über Son Servera, die Küste von Cala Millor und das Inland zu bescheren. Neben Berni und Chris sind auch noch Katrin und Alfred mit uns auf Tour. Die beiden haben sich von Roxy mit E-Mountainbikes ausstatten lassen und uns auf der Steigung ganz schön stehen gelassen. Wer also mal ein E-Mountainbike testen möchte ist bei Roxybike Mallorca ebenfalls an der richtigen Adresse. Auch unterschiedliche Leistungsklassen kann man so in einer gemischten Truppe problemlos ausgleichen.

Ausblick von Na Penyal

Wir fahren über eine stillgelegte bzw. nach dem Bau nie in Betrieb genommene Bahntrasse – oder wie Berni es nennt: den teuersten Radweg Europas – in Richtung Son Carrio. Aus der Entfernung sieht man schon die mächtige Kirche aus dem Dorf herausragen.

Mountainbiken auf stillgelegter Bahntrasse

Kaffee Pause in Son Carrio

In ihrem Schatten versteckt liegt ein kleines Cafe, welches wir für eine Pause nutzen. Hier gibt es richtig guten Kaffee zum kleinen Preis. Abseits der großen Touristengebiete bekommt man noch etwas für sein Geld. Während der Kaffeepause versuchen wir von Chris zu erfahren, woher die Abneigung der Engländer gegenüber Sonnencreme kommt, können dies aber nicht final klären.

Kaffeepause in Son Carrio

Über Wirtschaftswege und wenig befahrene Straßen radeln wir zwischen den Feldern wieder in Richtung Küste. Unterwegs schwärmt Berni von der Mandelblüte, die Mitte Januar beginnt und die Wege mit weiß-rosa blühenden Mandelbäumen säumt. Bei Roxybike Mallorca gibt es übrigens nur eine ganz kurze Winterpause, ansonsten werden durchgehend Touren angeboten. Wer möchte, kann also auch die Mandelblüte auf dem Mountainbike erleben.

Über Wirtschaftswege zur Küste

Bucht bei Cala Morlanda

Die Halbinsel Punta de N’Amer

Wir fahren ein paar Kilometer die Küste entlang und entdecken noch einige schöne Buchten. Wir lassen Cala Morlanda, S’Illot und Sa Coma hinter uns und fahren auf die Halbinsel Punta de N’Amer. Hier geht es über schöne Trails bis zum alten Wehrturm „Castell Punta de N’Amer“. Der Eintritt ist kostenlos und der Ausblick über die Halbinsel sehenswert. Berni bewacht in der Zwischenzeit die Mountainbikes.

Über Trails zum Castell Punta de N Amer

Das Cafe neben dem Wehrturm würde sich für eine Pause anbieten, aber wir machen uns auf in Richtung Cala Millor. Knapp vier Stunden sind wir inzwischen unterwegs und das Ziel nicht mehr weit entfernt. Bevor wir aufbrechen halten wir aber noch einen kleinen Plausch mit dem Papagei, der vor dem Cafe residiert. OK, Plausch ist vielleicht übertrieben, aber für ein verständliches „Ola“ reicht es.

Papagei am Castell Punta de N Amer

Etwa zwei Kilometer fahren wir den Strand von Cala Millor entlang bevor wir wieder in die Einkaufsstraße abbiegen und bei der Bikestation ankommen. Mit vielen neuen Eindrücken von Mallorca und etwas wehmütig geben wir unsere Mountainbikes wieder ab. Katrin und Alfred haben es richtig gemacht und gleich mehrere Touren gebucht – hat den zusätzlichen Nebeneffekt, dass die Touren etwas günstiger werden.

Roxybike Mallorca Bikestation

Fazit: Mountainbiken auf Mallorca mit Roxybike

Wer gerne Mountainbike fährt und Lust hat Mallorca abseits des Massentourismus kennen zu lernen, der ist hier genau richtig. Für jedes Fahrlevel werden Touren angeboten. Neben unserer Schnuppertour mit dem Level 0 gibt es noch die Level 1-3, wo es dann schon ordentlich zur Sache geht. Zum Angebot gehören auch noch regelmäßige Events wie zum Beispiel das Enduro Camp oder das Ladies Camp. Auch die passende Ferienwohnung- oder Finca vermittelt das Roxybike Team gerne. Schaut mal auf der Webseite vorbei, dort sind alle Informationen und auch die unterschiedlichen Touren sehr ausführlich beschrieben. Auch auf der Facebook-Seite gibt es sehr regelmäßig Bilder und Updates – folgen lohnt sich!

Roxybike Mallorca Tour 15 Karte

Unsere Schnuppertour hatte ca. 35 Km und 350 Hm. Wer sich das nicht zutraut kann mit Unterstützung der E-Mountainbikes trotzdem an der Tour teilnehmen und Mallorca auf dem Mountainbike erleben. Unsere beiden Guides Berni und Chris waren super nett und konnten viel Hintergrundinformationen zu den einzelnen Stationen der Tour vermitteln. Eine geführte MTB-Tour mit Standard-Leihfully kostet 62 Euro und wird etwas günstiger, wenn du ein Tourenpaket mit drei, vier oder fünf Touren buchst. Ein mehr als faires Preis-Leistungs-Verhältnis!

Von uns also eine klare Empfehlung an alle Waldhelden! Wenn du das nächste mal auf Mallorca bist, buche dir eine, oder am besten gleich mehrere Touren und erlebe Mallorca und Mountainbiken einmal anders.

Kontaktdaten:
Roxybike Mountainbike Mallorca
Calle Binicanella 15, Local 2
07560 Cala Millor
Mallorca , Islas Baleares SPAIN

Tel. 0034 646 118 659

Web: http://www.roxybikemallorca.com
E-Mail: info@roxybike.com

Transparenz ist mir wichtig: Dieser Bericht entstand in Kooperation mit Roxybike Mallorca. Zu der Tour wurden wir vom Veranstalter eingeladen. Wie bei allen meinen Artikeln kannst du dir aber sicher sein, dass du hier nur meine ehrliche Meinung findest und ich nur die Dinge empfehle, die mich wirklich überzeugt haben.

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