Geocaching auf Kreta – Teil 1

Griechenland, Reiseinspiration

Als Basis für unsere Ausflüge hatten wir uns das im Nordwesten gelegene Dorf Kavros ausgesucht. Eine nicht unbedingt schöne Ansammlung von Hotels, aber strategisch gut zwischen den beiden größeren Städten Rethymnon und Chania gelegen. Das beschauliche Städtchen Georgioupoli und der einzige natürliche Süßwassersee auf Kreta, der Kournas-See, sind jeweils nur vier Kilometer entfernt.

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Geocaching auf Kreta

Geocaching auf Kreta – Blick vom Smuggler Cove Cache hinüber zur Akrotiri Halbinsel.

„Geocaching auf Kreta“ – unter diesem Motto stand unser diesjähriger Sommerurlaub. In dieser kleinen Reihe möchte ich euch auf unsere Tagesausflüge mitnehmen und Tipps und Tricks geben, falls ihr euch mal auf unsere Spuren begeben wollt.

Kreta ist sehr weitläufig und wenn man die Insel wirklich erkunden will, empfiehlt es sich, einen Leihwagen zu mieten. Unser Cachemobil nahmen wir direkt am Flughafen Heraklion entgegen. Die 80 Kilometer Fahrt entlang der Küstenstraße bei etwas krächziger griechischer Musik aus dem Autoradio stimmten uns auf den Urlaub ein 🙂

Die ersten beiden Tage nutzen wir, um uns etwas zu aklimatisieren. Wir hatten uns die dritte Augustwoche für unseren Urlaub ausgesucht und da ist es auf Kreta seeeehr heiß. Aus diesem Grund hatte ich unsere Geocaching Touren auch ich im Vorfeld so geplant, dass sie jeweils eine Möglichkeit zum Schwimmen boten.

Geocaching auf Kreta – Tour 1

Unsere erste Tour der Geocaching auf Kreta Reihe führte uns auf die Drapanos Halbinsel. Vier Stationen waren eingeplant – besonders gefreut habe ich mich dabei auf eine alte Schmugglerbucht, mit alten Höhlen und Möglichkeit zum Schwimmen. Die gesamte Tour hatte etwa 70 Kilometer und benötigt etwa zwei Stunden reine Fahrtzeit.

Station 1: Exopoli Heights

Exopoli Heights (GC410QE)

Hier haben wir leider den falschen Einstieg gewählt und sind von dem Aussichtspunkt, der gleichzeitig für unser untermotorisiertes Cachemobil als Parkplatz diente, dem falschen Pfad gefolgt. Nichts desto trotz, bot diese kleine Wanderung tolle Aussichten über die Nordküste Kretas. Unterwegs haben wir noch ein paar zottelige neue Freunde getroffen. Denen machte die Mittagshitze aber auch zu schaffen und so wurde hart um jedes Fleckchen Schatten gekämpft 🙂 Aufgrund der hohen Temperaturen entschlossen wir uns dazu, keinen zweiten Anlauf zu wagen und uns erst mal auf der Fahrt zu Station 2 mit Hilfe der Klimaanlage im Leihwagen wieder etwas abzukühlen.

Station 2: Smugglers Cove

Smugglers Cove (GC447F9)

Nach 20 Minuten Abkühlung im klimatisierten Cachemobil näherten wir uns den Zielkoordinaten. Die schmale, bei uns nicht unbedingt als „Straße“ bezeichnete, Abbiegemöglichkeit führte zu einer kurzen Diskussion darüber, ob wir diese mit unserem Gefährt befahren sollten 🙂 Wir entschieden uns dafür, nahmen aber dann die nächste größere Fläche als Parkmöglichkeit wahr. Auf dem ersten Bild sieht man den „Silberpfeil“ mit zwei weiteren Autos etwas oberhalb der Bucht stehen. Die Einheimischen fuhren relativ schmerzfrei, mit Gefährten jeglicher Art, auch die letzten Meter der steilen Straße bis zum Meer hinunter, aber das haben wir unserem 45 PS Boliden erspart.

Die Bucht war toll und ein echter Insider-Tip. Wieder eine Location, die wir ohne Geocaching nie entdeckt hätten und ein weiterer Grund, warum wir dieses Hobby insbesondere im Urlaub so schätzen. Abgesehen von uns tummelten sich hier nur Einheimische, die sich die Zeit mit Quatschen, Schwimmen und Klippenspringen vertrieben.

Der Geocache selbst war oberhalb der Bucht in den Felsen versteckt. Auf dem Weg dorthin hatten man einen tollen Blick auf die alten Höhlen, die weit in die Felsen auf der gegenüberliegenden Seite hineinreichten. Diese Höhlen waren einst sicherlich perfekte Verstecke für Schmugglerwaren jeglicher Art. Von der Spitze der Bucht hatte man einen tollen Blick über das Meer bis zur gegenüberliegenden Akrotiri Halbinsel (Beitragsbild). Dorthin wird übrigens unsere nächste Tour gehen.

Nachdem wir uns dann ins Logbuch eingetragen hatten ging es wieder zurück zum Beginn der Bucht und ab ins Wasser. Es war etwa 14 Uhr und die Sonne brannte immer noch unerbittlich. Da kam eine kurze Erfrischung gerade recht.

Station 3: Cape Drapanos

Cape Drapanos (GC24FH2)

Cape Drapanos

Ausblick auf den nördlichsten Punkt der Halbinsel.

Nach dieser Abkühlung ging es nur ein kurzes Stück weiter die Straße hoch zum Cape Drapanos Geocache. Dieser Geocache befindet sich am nördlichsten Punkt der Drapanos Halbinsel und bietet tolle Ausblicke auf das Cape im Westen und die Nordküste Kretas im Osten. Der Cache selbst ist gar nicht so leicht zu finden in dieser Steinwüste, aber letztendlich waren wir erfolgreich.

Die nächste Herausforderung bestand darin den Leihwagen am Ende der drei Meter breiten Sackgasse zu wenden, ohne sich in den 30-Zentimeter-Schlaglöchern am Straßenrand festzufahren. Diese wurde aber ebenso erfolgreich gemeistert und wir machten uns auf den Rückweg. An dem urigen Örtchen Kokkino Chorio verließen wir den Hinweg und fuhren weiter Richtung Westen über Plaka, Almirida nach Gavalochori.

Station 4: Venetian Wells of Gavalohori

Venetian Wells of Gavalohori (GC2PNZM)

In einer unscheinbaren Kurve lag dieser historische Ort verborgen. Ohne Geocache wären wir einfach daran vorbeigefahren und hätten diese alten venezianischen Brunnen verpasst. Die Brunnen lagen zwischen den Bergen und von hohen Bäumen umgeben. Es war also im Vergleich zu unseren restlichen Cache-Locations am heutigen Tagen relativ „kühl“ und das umherstöbern machte Spaß. Aber Achtung, die Brunnen sind alle ungesichert und teilweise noch mit Wasser befüllt und recht tief.
Der zugehörige Cache war schnell gefunden und nachdem wir uns ins Logbuch eingetragen und ein paar Fotos geschossen hatten, ging es mit dem Silberpfeil zurück Richtung Georgioupoli.

Über Xirosterni ging es nach Süden Richtung New Road und auf dieser fuhren wir weiter nach Georgioupoli. Dort statteten wir noch dem Wahrzeichen und Postkartenmotiv Nr. 1 der Stadt, der Kapelle Agios Nikolaos einen kurzen Besuch ab. Einen Geocache gibt es dort leider nicht, aber die Kapelle ist trotzdem einen Besuch wert. Über einen etwa 100 Meter langen Wellenbrecher muss man sich seinen Weg über die Steine bis hin zur Agios Nikolaos Kapelle bahnen. Alternativ, wie in Bild 1 dokumentiert, kann man auch mit dem Tretboot anreisen 😉

Bevor wir uns gegen Abend auf den Rückweg nach Kavros machten, genehmigten wir uns noch eine kühle Erfrischung in einem der zahlreichen Strandcafes und ließen die erste Tour unserer Geocaching auf Kreta Reihe anhand der gemachten Bilder noch einmal Revue passieren.

Alles in allem eine tolle Tour, die ich so bedenkenlos weiterempfehlen kann. Wenn ihr Fragen dazu habt oder selbst schon einen der Caches besucht habt, hinterlasst gerne ein Feedback in den Kommentaren!

5 Kommentare

  1. Hallo, schöner Bericht. Werde die Tour genau so übernehmen. Gibt es denn auch noch einen Teil 2 und weiter?
    Gruß Ralle

    Antworten
    • Hi Ralf,

      vielen Dank für dein Feedback. Es gibt noch einen zweiten Teil und der ist noch viel schöner 🙂 Komme im Moment leider nicht dazu den Bericht zu schreiben. Aber es gibt auf der Tour tolle LostPlaces, eine Wanderung durch eine Schlucht bis runter zum Meer und einen Cache auf einer kleinen Insel – also Badesachen einpacken. Wann gehts auf Tour, sonst sende ich dir schon mal die GC Codes per Mail zu.

      Viele Grüße
      Udo

      Antworten
      • Hallo Udo, Anfang Mai geht es los.
        Falls du es nicht schaffst wäre ich für die GC Codes der Reihe nach dankbar. Gruß Ralf

        Antworten
  2. Huhu,
    habe grade vergeblich am zweiten Teil gesucht. Kommt der noch :)?
    Ansonsten würde ich mich auch sehr über die GC Codes freuen!

    Viele Grüße
    Svenja

    Antworten
    • Hallo Svenja,

      ich muss zu meiner Schande gestehen, dass es diesen zweiten Teil noch nicht gibt. Es ist jetzt auch schon vier Jahre her, dass wir die Tour gemacht haben und ich vermute, dass der eine oder andere Cache gar nicht mehr existiert. Ich schau nächste Woche mal, ob ich die Codes noch zusammenbekomme und welche davon noch aktiv sind.

      Viele Grüße
      Udo

      Antworten

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