Segway Tour auf Fuerteventura mit Senda Ventura

Reiseinspiration, Spanien

Der Segway als modernes umweltschonendes Fortbewegungsmittel? Bislang dachte ich immer der Segway sei ein moderner Rollator für Senioren. Der typische Benutzer sei nicht mehr so gut zu Fuß und erkundet damit die Innenstädte und Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Dass das auch anders geht durften wir mit Senda Ventura auf Fuerteventura feststellen. Das Segway fahren richtig viel Spaß macht, Nervenkitzel bereitet und auch nicht ganz ungefährlich ist, haben wir dabei am eigenen Leib erfahren.

Segway Tour auf Fuerteventura

Zwei Ritter mit High-Tech Rössern – ein Segway kostet etwa 8000 Euro

Treffpunkt in Tiscamanita auf Fuerteventura

Am dritten Tag unseres Fuerteventura Urlaubs geht es direkt nach dem Frühstück mit dem Leihwagen von der Costa Calma nach Tiscamanita, mittig der Insel gelegen. Die Sonne ist an diesem morgen noch hinter dicken Wolken versteckt, deshalb entscheiden wir uns unsere warmen, windfesten Jacken einzupacken – eine gute Entscheidung. Pünktlich um 10.00 Uhr erreichen wir unseren Treffpunkt: Ein Parkplatz nahe einer großen Aloe Vera Plantage. Dort warten bereits unseren beiden Tour Guides Didi und Bernd vom Senda Ventura Team mit den restlichen Tour-Teilnehmern.

Die ersten Meter auf einem Segway

Nach einer kurzen aber präzisen Einführung steh ich dann zum ersten Mal in meinem Leben auf einem Segway. Komisches Gefühl sich einfach „nach vorne fallen zulassen“ und dem Gefährt auf zwei Rädern zu vertrauen, dass es diese Bewegung ausgleicht. Aber nach den ersten gefahrenen Metern gewinnt man schnell das Vertrauen in das kleine Gleichgewichtsgenie.

Warmfahren mit dem Segway auf dem Parkplatz.

Warmfahren mit dem Segway auf dem Parkplatz.

Offroad ins Hinterland mit dem Segway

Die dreistündige „Tiscamanita Tour“, soll uns im Inselinneren mitten durch die Dörfer und Berge Fuerteventuras führen. Von Tiscamanita geht es über Stock und Stein vorbei an Ziegenherden und freundlich winkenden Einheimischen nach Antigua zum Mittelpunkt der Insel. Oben auf dem Berg angekommen spürt man den Wind aus allen Richtungen pfeifen. Gut das wir entsprechend gekleidet sind, mit einem T-Shirt wäre es hier eindeutig zu frisch geworden.

Kurze Pause mit Ausblick am Mittelpunkt der Insel.

Kurze Pause mit Ausblick am Mittelpunkt der Insel.

Insel-Anektdoten von Tourenguide Didi

Wir genießen den Ausblick über die Insel. Man kann so weit gucken, und der Ausblick ist trotz der kargen Landschaft echt beeindruckend. Unser Tour Guide Didi lebt schon seit 5 Jahren auf der Insel und erzählt uns von der besonderen Wirkung dieses Ortes. Hier sollen spirituelle Kräfte herrschen, die auch von einem Wünschelrutengänger deutlich wahrgenommen wurden. Wir sollen den Stein, der den Mittelpunkt der Insel markiert, berühren – ich spüre leider nichts. Didi erzählt auch das man hier oben an manchen Tagen einige Adler sehen kann. Heute wollen sie sich aber nicht blicken lassen.

Tierische Weggefährten

Es geht wieder bergab zu unserem nächsten Ausflugziel, Didis Esel-, Ziegen- und Pferdefreunde warten schon sehnsüchtig auf unseren Besuch. Die wissen genau, es gibt reichlich Möhren und Streicheleinheiten, wenn die Segways vorfahren. Didi erzählt, dass er auf seiner Tour immer einen Abstecher zu den Tieren macht, und auch überlegt ein paar der Esel zu kaufen, da sich hier leider keiner so wirklich um sie kümmert. Auch wenn wir die Tiere schnell in unser Herz geschlossen haben, muss unsere Tour an dieser Stelle weitergehen.

Und ich hab mich vor der Tour noch gefragt, wofür Tour-Guide Didi Möhren mitnimmt :)

Und ich hab mich vor der Tour noch gefragt, wofür Tour-Guide Didi Möhren mitnimmt 🙂

Besuch in der Mühle

Unser nächstes Ziel ist das Museo del Molino. Eine alte Mühle mit einigen Hauswirtschafträumen, Koch- und Feuerstellen, einem großen schönen Innenhof und einem traditionellen Backofen, welchen man hier auf Fuerteventura neben vielen alten Gebäuden sieht.

Besonders beeindruckend ist die Bauweise der Anlage, die Gebäude wurden ausschließlich aus Lavasteinen welche anschließend weiß verputzt wurden gebaut. Im Vergleich zum deutschen Bauhandwerk kaum vorzustellen wie eine solche Konstruktion über so viele Jahre standhält. Didi erzählt, dass aufgrund dieser speziellen Bauweise das Raumklima immer angenehm ist und die Temperatur beständig um die 20 Grad bleibt, sozusagen eine der ersten Klimaanlagen die es je gab.

Außerdem probieren wir die Kanarische Spezialität Gofio, welches hier in dieser Mühle noch ganz traditionell hergestellt wird. Es schmeckt ein wenig malzig und klebt etwas im Mund. Gofio wurde hier früher sehr viel gegessen da es günstig in der Herstellung ist, viele Nährstoffe hat und lange sättigt.

Die Mühle und das Museum sind sehr schön restauriert worden.

Die Mühle und das Museum sind sehr schön restauriert worden.

Einkehr in eine typisch kanarische Tapas Bar

Zum Ende unserer Segway Tour hat Didi noch eine typische kanarische Tapas Bar als Ziel für uns ausgesucht. Ein besonderer Geheimtipp soll das geschmorte Ziegenfleisch mit Salzkartoffeln sein. Und ich muss sagen, ich hätte nicht gedacht, dass mir Ziege so gut schmecken würde. Während des Essens gibt Didi ein paar Anekdoten aus seinem Leben als Segway Guide zum Besten und stattet alle Anwesenden mit weiteren Insider-Tipps für ihre jeweiligen Urlaubsorte aus. Sorry, aber wir mussten versprechen, diese nicht weiter zu erzählen.

Unscheinbar, aber sehr gutes Essen. Wäre man sonst wohl nie hingegangen!?

Unscheinbar, aber sehr gutes Essen. Wäre man sonst wohl nie hingegangen!?

Schock kurz vorm Ende der Tour

Nach unserer gemütlichen Siesta, machen wir uns auf dem Rückweg zum Startpunkt. Leider stürze ich auf dem Parkplatz, nur wenige Meter vor dem Ziel, vom Segway. Vermutlich sind auf dem rutschigen Schotter die Reifen durchgedreht und der Segway konnte das Gewicht nicht ausgleichen. Auf jeden Fall stürze ich vorne über und bremse mit meinen Händen, Knie und Kopf auf dem Boden. Kurz verliere ich die Orientierung, alles geht so schnell und keiner hat wirklich beobachten können was mir da passiert ist.

Autsch - So sollte es nicht aussehen.

Autsch – So sollte es nicht aussehen. Hoffentlich verheilt das bis zum Kitesurf Schnupperkurs am Samstag!?

Didi ist bestens für alle Notfälle ausgerüstet und eilt mit Wasser, Alkohol und Jod schnell zur Hilfe. Leider ist dieser Abschluss nicht wie ich mir das vorgestellt habe, aber es war dennoch ein schönes Erlebnis die Insel auf dem Segway zu erkunden. Fuerteventura abseits von Touristen überlaufenen Promenaden und Stränden auf seine ganz individuelle Art und Weise kennenzulernen.

Fazit Segway Tour auf Fuerteventura mit Senda Ventura

Segway fahren macht richtig viel Spaß und ist schnell gelernt. Unsere Gruppe war sehr gemischt und jedes Alter vertreten. Grundsätzlich kann jeder die dreistündige Tour mitfahren, aber Konzentration ist bis zur letzten Minute gefordert.

Wer nicht gleich mit der großen Tour starten möchte, für den gibt es auch kürzere Touren entlang der Küste. Für Adrenalin-Junkis hat Didi noch eine richtige Offroad Tour im Programm. Die aber nur auf Anfrage und für Segway Piloten, die ihr Gefährt gut im Griff haben. Alle anderen Informationen zu den Touren findest du auf der Homepage von Senda Ventura. Aktuelles und viele Bilder gibt es auf der Facebookseite.

Trotz des Unfalls werde ich nicht das letzte Mal auf einem Segway gestanden haben. Didi und sein Team von Senda Ventura haben uns einen tollen Tag bereitet und uns mit vielen Insider-Tipps einen weiteren schönen Urlaub ermöglicht. Von uns gibt es daher eine klare Weiterempfehlung!

Kontaktdaten:

Senda Ventura – Segway Tours
Urbanización Las Gaviotas
Pasaje Playa 3
35626 Jandia
Fuerteventura

Tel. 0034 638 679 504

Web: http://www.segway-fuerteventura.de
E-Mail: info@segway-fuerteventura.de

Facebook: https://www.facebook.com/segway.fuerteventura/

Warst du schon mal mit einem Segway unterwegs, wenn ja wo und wenn nein, hättest du Lust diese Tour mal auszuprobieren? Ich freue mich auf deine Meinung in den Kommentaren!

Transparenz ist mir wichtig: Dieser Bericht ist in Kooperation mit Segway Fuerteventura entstanden. Wir wurden zu der Tour eingeladen. Wie bei allen meinen Artikeln kannst du dir aber sicher sein, dass du hier nur meine ehrliche Meinung findest und ich nur die Dinge empfehle, die mich wirklich überzeugt haben.

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