Klettersteig Schwierigkeitsskala – Klettersteige für Einsteiger V

Klettern

Andere Länder, andere Sitten – auch bei der Schwierigkeitsbewertung von Klettersteigen gilt dieser vielzitierte Satz! Im Alpenraum gibt es keine allgemeingültige Skala, vielmehr wird mit unterschiedlichen Klettersteig Schwierigkeitsskalen gearbeitet. Gemeinsam ist jedoch allen Bewertungssystemen: sie beziehen sich auf normale Verhältnisse; objektive (Wetter, Nässe, Vereisung…) und subjektive (Trainingszustand, mentale Belastbarkeit…) Einflussfaktoren, die eine Begehung schwieriger machen können, fließen nicht mit ein.

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Klettersteig Schwierigkeitsskala

Schwindelerregende Tiefblicke – der Klettersteig sollte sorgfältig ausgewählt werden!

Sechsteilige Klettersteig Schwierigkeitsskala

Die beiden Autoren Eugen E. Hüsler (Bruckmann-Verlag) und Paul Werner (Rother Bergverlag) entwickelten jeweils eine sechsteilige Skala, die von K1 bis K6 (Hüsler) bzw. KS1 bis KS6 (Werner) reicht. Diese beiden Skalen sind v. a. in Deutschland gebräuchlich.

Hüsler-Skala

K1 (leicht): Gesicherte Wege, kurze Leitern, nicht sehr steiles Gelände, klettertechnisch einfach zu begehen, für Anfänger meist gut geeignet, erfahrene Bergsteiger benötigen keine Klettersteigausrüstung.

K2 (mittel): Steileres Gelände, Route ist aufwändig abgesichert. Ausgesetzte Stellen kommen vor, klettertechnisch bereits höhere Anforderungen, Klettersteigausrüstung empfohlen.

K3 (ziemlich schwierig): Steiles und ausgesetztes Felsgelände, gut abgesicherte Routen. Kleinere Tritte, höhere konditionelle Anforderungen. Klettersteigausrüstung erforderlich.

K4 (schwierig): Steiles Felsgelände, Überhänge sind möglich. Sehr ausgesetzt. Steighilfen an Schlüsselstellen, tw. nur Sicherung mit Drahtseil, kleinere Tritte und Griffe. Kraft und Ausdauer in den Armen Voraussetzung, sehr anstrengend.

K5 (sehr schwierig): Schwieriges Felsgelände, sehr anstrengend, ausgesetzt und vielfach lang. Ausdauer und Kraft unbedingt erforderlich; klettertechnisch anspruchsvoll, Steighilfen nur in extremen Passagen vorhanden.

K6 (extrem schwierig): Ausschließlich für Experten; Ansprüche dieselben wie bei KS 5, allerdings extremer.

Fünfteilige Klettersteig Schwierigkeitsskala

Kurt Schall entwickelte in seinen Klettersteigführern die mittlerweile nach ihm benannte fünfteilige Skala, nach welcher der Schwierigkeitsgrad mit den Buchstaben A bis E bezeichnet wird. Diese Skala ist in Österreich verbreitet.

A (leicht): Gesicherte Wege, kurze Leitern, nicht sehr steiles Gelände, klettertechnisch einfach zu begehen, für Anfänger meist gut geeignet, erfahrene Bergsteiger benötigen keine Klettersteigausrüstung.

B (mäßig schwierig): Steileres, felsiges Gelände; ausgesetzte, kleintrittige Passagen. Senkrechte Passagen mit Leitern, Trittstiften, etc. möglich. Unter Umständen anstrengend und kraftraubend. Auch Erfahrene verwenden bereits eine Klettersteigausrüstung.

C (schwierig): Steiles Felsgelände, kleinere Tritte bei ausgesetzte Passagen, Steighilfen weiter auseinander, höhere klettertechnische Anforderungen, Leitern im Überhäng möglich; sehr gute Kondition notwendig, da bereits teilweise sehr kraftraubend.

D (sehr schwierig): Gelände senkrecht und tw. überhängend, sehr ausgesetzt, Sicherung oft nur mit Stahlseil, wenig und tw. weit auseinander liegende Steighilfen; gute Klettertechnik, Armkraft und Kondition Voraussetzung. Ungesicherte Kletterstellen (I – II) möglich.

E (extrem schwierig): Dieselben Anforderungen wie D, allerdings extremer. Ausschließlich für sehr gut trainierte Sportler mit viel Erfahrung in Hinblick auf die Klettertechnik, die ein stabiles Nervenkostüm haben.

F und G: Klettersteige in diesen Schwierigkeitsstufen wurden erst vor kurzem neu errichtet. Sie sind ausschließlich den Experten vorbehalten, die in diesen extremen Steigen jedoch auch mit Sicherungstechniken aus dem Kletterbereich arbeiten.

Italien und Frankreich

Auch in Italien und Frankreich wird mit einem fünfstufigen Bewertungssystem gearbeitet, wobei die einzelnen Bewertungsstufen in etwa der Schall-Skala entsprechen.

F (facile)

M (ital.: media difficoltà)/PD (frz.: peu difficile)

D (difficile)

MD (ital.: molto difficile)/TD (frz.: très difficile)

ED (estrema difficoltà/extrement difficile)

Weitere Teile der Artikelserie „Klettersteig für Einsteiger“

Klettersteig für Einsteiger – Klettersteige für Einsteiger I
Klettersteig Sicherheitsausrüstung – Klettersteige für Einsteiger II
Klettersteig Ausrüstung Kosten – Klettersteige für Einsteiger III
Klettersteig Vorbereitung und Literatur – Klettersteige für Einsteiger IV
Klettersteig Schwierigkeitsskala – Klettersteige für Einsteiger V
Klettersteig Touren – Klettersteige für Einsteiger VI

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