Kitesurfen auf Fuerteventura mit Chris Dick Kiteboarding

Reiseinspiration, Spanien, Wassersport

Kitesurfen stand schon lange auf meiner Bucketlist. Letzte Woche auf Fuerteventura war es dann endlich so weit. Wir waren mit Chris Dick Kiteboarding am Strand von Fuerteventura unterwegs und haben unsere ersten Flugversuche mit dem Kite unternommen. Was wir gelernt haben, wie es war und ob wir es weiterempfehlen können erfährst du hier.

Kitesurfen Qloom Jacket

Vorbesprechung

Direkt nachdem wir unsere Koffer ausgepackt haben, starten wir mit dem Leihwagen zum Office von Chris Dick Kiteboarding durch. Wir haben uns mit Besitzer Chris verabredet, um unseren Kurs zu planen. Das Office liegt in einem Wohngebiet in Costa Calma und hat einen gemütlichen Garten mit Sonnensegel.

Im Schatten machen wir es uns an einem großen Holztisch bei einem Kaffee gemütlich und plaudern ein wenig übers Kitesurfen, Bloggen und Fuerteventura. Chris ist ein echt netter Typ und man merkt ihm sofort an, dass er viel Freude an seinem Job hat. Da der Wind im Moment sehr stark ist und auch die nächsten Tage nicht schwächer werden soll, verabreden wir in zwei Tagen noch mal zu telefonieren und dann entsprechend der Windprognose einen Termin auszumachen.

Gesagt getan, zwei Tage später klingelt das Handy und Chris meldet sich. Der Wind ist immer noch nicht schwächer geworden und da Christina sich zu allem Übel beide Hände bei der Segway Tour aufgeschlagen hat, machen wir den Termin am Ende der Woche aus.

Am Samstag stehen wir gespannt auf unsere ersten Flugstunden vorm Office. Mitbringen brauchen wir nur eine Badeshorts, ein Handtuch und eine Fleece-Jacke, alles andere wird gestellt. Wir setzen uns wieder an den großen Holztisch und nachdem die üblichen „Ich bin mir über das Risiko bewusst“-Zettel ausgefüllt sind, beginnen unsere beiden Guides Christian und Patrick mit ein wenig Theorie über Wind, Material und Sicherheit. Danach geht es direkt ans Ankleiden und Verladen des Materials. Mit dem Auto sind wir in fünf Minuten am Strand, wo sich die Lagune schon langsam durch die Flut mit Wasser füllt.

Kitesurfen Fuerteventura

Die ersten Trockenübungen

Für uns sind aber erst mal Trockenübungen angesagt. Wir starten mit dem Aufbau des Trainerkites. Ein kleiner Kite, ohne Luftschläuche, der zum Einstieg ein grobes Gefühl für das Handling eines Kites vermitteln soll. Da wir beide schon mit Lenkdrachen geflogen sind kommen wir ganz gut mit dem Kite zurecht. Patrick gibt uns verschiedene Flugübungen vor, die wir entlang des Windfensters abfliegen.

Chris Dick Kiteboarding Erfahrungen

Erste Flugversuche mit dem Tubekite

Danach wird es spannend, wir packen den großen Tubekite aus. Groß ist er nur für uns, denn mit seinen 3,5 Quadratmetern gehört er eigentlich eher zu den kleinen Kites. Patrick erklärt uns Schritt für Schritt, wie man den Kite aufbaut, die Leinen anlegt und sicherstellt, dass der Kite nicht ungewollt vom Wind mitgerissen wird. Das Aufbauen nimmt einige Zeit in Anspruch und erfordert etwas Geduld, wenn sich die Leinen beim Abrollen verheddert haben.

Kitesurfen Bar und Safety Leash

Bevor der Kite in die Luft geht, werden wir noch in das dreistufige Sicherheitssystem eingewiesen.

  • Schritt 1: Die Bar loslassen. Es ist keine Spannung mehr auf den Zugleinen und der Kite steht nicht mehr voll im Wind. Dadurch zieht er kaum noch an den Leinen und „parkt“ sich selbst am Windfenster.
  • Schritt 2: Den Quickrelease an der Safety Leash auslösen. Der Kite hängt nur noch an einer Sicherungsleine und ist flugunfähig.
  • Schritt 3: Die Safety Leash komplett lösen. Die allerletzte Rettung, wenn alles schief läuft. Du bist dann nicht mehr mit dem Kite verbunden und er fliegt oder treibt davon.

Diese drei Schritte sollte man im Notfall abrufen können, daher haben wir sie jeweils mehrere Male durchgespielt.

Jetzt gehts los. Der Kite hebt ab und wir setzen uns neben Patrick in den Sand. Er hängt die Leinen bei uns ins Trapez ein und wir können unsere ersten Flugversuche mit einem Tubekite machen. Die Flugübungen, die mit dem Trainerkite sehr gut funktioniert haben, sind nun schon etwas schwieriger. Gerade der Umgang mit den zwei zusätzlichen Zugleinen erfordert einiges an Übung. Zum Glück haben wir an den endlosen Stränden Fuerteventuras viel Platz und können den Kite gefahrlos auch mal im Sand versenken.

Kitesurfen Fuerteventura Strand

Nach diesen Flugübungen lernen wir das Starten und Landen des Kites und unbemerkt sind auch schon drei Stunden umgegangen. Wir machen eine kleine Pause, trinken etwas und futtern einen Riegel – Kitesurfen macht hungrig. Wir warten auf Christian, der für Patrick übernehmen und mit uns ins Wasser gehen wird. Wir nutzen die Unterbrechung, um schon mal die Neoprenanzüge überzuziehen. Auch wenn es hier Mitte Mai angenehme 26 Grad hat, ist der Atlantik noch recht frisch und ohne Neopren geht es nicht.

Ab ins Meer

Christian kommt mit seinem Kite direkt über die Lagune zu uns herüber gesurft. Wir packen unsere Sachen und gehen zum Meer hinüber. Inzwischen ist es etwa 17 Uhr und wir haben den Strand fast komplett für uns alleine. Also Kite ans Trapez und ab ins Wasser. Christian erklärt uns, wie man sich im Wasser mit dem Kite bewegt und die Fahrtrichtung bestimmt.

Kitesurfen Chris Dick Fuerteventura

Als letzte Übung vor dem Wasserstart steht der Bodydrag an. Dabei läßt du dich vom Kite durchs Wasser ziehen und versuchst ein Gefühl fürs Steuern und die Kraft des Kites zu entwickeln. Bodydrags machen richtig Spaß und bieten einen guten Vorgeschmack auf das richtige Kitesurfen. Ein paar kleine Schleifen in der Powerzone geflogen und schon hebst du ab und landest etwas weiter wieder im Wasser. Nach eineinhalb Stunden sind wir platt, packen zufrieden das Material zusammen und machen uns wieder auf den Weg zum Auto.

Kitesurfen Bodydrag Fuerteventura

Wichtige Erkenntnisse für deinen Kitesurf-Kurs

  • Kitesurfen ist extrem vom Wetter abhängig. Wenn du zu viel Wind hast, kannst du nicht fliegen weil es zu gefährlich ist und wenn du zu wenig hast sowieso nicht. Plane also für deinen Kurs einige Tage Puffer ein.
  • Ein Schnupperkurs gibt dir einen guten Einblick in den Sport, reicht aber bei Weitem nicht aus, um es bis aufs Board zu schaffen. Wir waren fast sechs Stunden am Strand und haben dann vor dem Wasserstart aufgehört. Wenn du Kitesurfen lernen willst, würde ich empfehlen den Kurs über eine ganze Woche zu machen. Um überhaupt erst mal einen Eindruck davon zu bekommen, reicht ein Schnupperkurs aber durchaus aus.

Fazit: Kitesurfen auf Fuerteventura mit Chris Dick Kiteboarding

Der Schnupperkurs mit Chris Dick Kiteboarding hat richtig viel Spaß gemacht. Sowohl Betreiber Chris, als auch unsere beiden Guides Christian und Patrick waren super nett und haben uns sehr geduldig alles erklärt. Die Kommunikation im Vorfeld und die Absprachen vor Ort haben reibungslos funktioniert. Das Material war in einem guten Zustand und in ausreichender Menge und vielen Größen vorhanden.

Wenn du Lust hast auf Fuerteventura einen Kitesurf-Kurs zu machen, bist du hier auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Neben dem Schnupperkurs gibt es auch noch Aufbaukurse und Kurse für Fortgeschrittene und sogar Komplettangebote inklusive Unterkunft. Schau am besten mal auf der Homepage vorbei, dort findest du alle weiteren Infos. Ein Blick auf die Facebook Seite lohnt sich ebenfalls.

Kontaktdaten:

Chris Dick Kiteboarding
Calle Taburiente 2
35627 Costa Calma
Fuerteventura

Tel. 0034 622838089

Web: http://www.chrisdick.de
E-Mail: ChrisDickkiteboarding@gmail.com

Transparenz ist mir wichtig: Dieser Bericht entstand in Kooperation mit Chris Dick Kiteboarding. Wir wurden zu dem Kurs eingeladen. Wie bei allen meinen Artikeln kannst du dir aber sicher sein, dass du hier nur meine ehrliche Meinung findest und ich nur die Dinge empfehle, die mich wirklich überzeugt haben.

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