Interview: Downhill fahren in Neuseeland – wie ist das, Jonas Hohmann?

Radfahren

Neuseeland ist für viele Outdoor-Fans ein absoluter Sehnsuchtsort. Imposante Gebirgszüge, sattgrüne Landstriche, malerische Küstengebiete… Der Hype, der vor über 10 Jahren mit der Film-Trilogie „Der Herr der Ringe“ aufkam ist ungebrochen – und so kommt es, dass Neuseeland nach wie vor zu den Top-Reisezielen für Natur- und Sport-Liebhaber gehört.

Auch Jonas Hohmann, Downhill- und Mountainbike-Fahrer aus Thüringen, hat die Freiheit und das Abenteuer in Neuseeland gesucht. Wir haben mit ihm über seine sportliche Leidenschaft und seine zweimonatige Reise mit Fahrrad nach Neuseeland gesprochen.

Downhill in Neuseeland - Jonas Hohmann

(c) Jonas Hohmann

Hallo Jonas, stell dich unseren Lesern doch erst einmal vor. Wer bist du, wie alt bist du, wo kommst du her und was machst du so?

Hallo, mein Name ist Jonas Hohmann, ich bin 21 Jahre alt und komme aus Eisenach. Vor Kurzem habe ich mein Techniker Studium in Mühlhausen begonnen, und in meiner Freizeit fahre ich MTB und Downhill.

Bevor du zum Downhill gekommen bist, bist du Motocross gefahren. Erzähl‘ doch mal, wie es zu diesem sportlichen Wandel kam und wann das war.

Ich habe mit 3 Jahren angefangen Motocross zu fahren, aus familiären Gründen bin ich dann vor ungefähr fünf Jahren, im Alter von 16 zum Downhill gekommen.

Du warst nun dreimal in Folge „King of Muschin“. Willst du dir den Titel dieses Jahr wieder holen?

Natürlich probiere ich meinen Titel zu verteidigen.

Downhill in Neuseeland

(c) Jonas Hohmann

Auf welche weiteren Downhill-Erfolge kannst du zurückblicken?

Weitere Erfolge waren zum Beispiel Gesamtsieg der deutschen Downhillserie in der Juniorenklasse und der neunte Platz in der deutschen Serie der Profiklasse am vergangenen Wochenende, sowie Erfolge bei kleineren, regionalen Rennen, wie zum Beispiel dem Wartburg Enduro.

Anfang des Jahres bist du mit einem Kumpel zu einem besonderen Abenteuer aufgebrochen: 2 Monate Neuseeland. Natürlich durfte dabei auch das Downhill-Fahren nicht fehlen. Wie ist es, das Hobby plötzlich in einer völlig anderen Umgebung auszuüben?

Die zwei Monate in Neuseeland waren ein besonderes Erlebnis, da wir zusammen mit vielen Profis, die dort im Winter trainieren, fahren konnten. Die Atmosphäre bei den Downhill-Rennen in Neuseeland war sehr familiär, was das Ganze absolut einzigartig machte.

Jonas Hohmann in Neuseeland

(c) Jonas Hohmann

Ihr habt eure eigenen Fahrräder mit nach Neuseeland genommen. Wie hat das funktioniert? Welche Wege muss man dafür vorher gehen und was gilt es zu beachten?

Die eigenen Fahrräder mitzunehmen, war teilweise sehr stressig. Einige Teile, wie Lenker und Vorderrad, wurden abgebaut und die Luft musste aus den Reifen gelassen werden, danach wurden sie sicher in Fahrradkartons verpackt. Im Vorfeld haben wir außerdem mit der Fluggesellschaft telefoniert und den Fahrradtransport angemeldet [Lesetipp: Fahrrad versenden. Komplette Anleitung mit nur 5 Schritten].

Was habt ihr alles in Neuseeland erlebt? Habt ihr an vielen Rennen teilgenommen oder war alles eher just for fun?

Wir haben die zwei Monate aufgeteilt: Einen Monat reisen, in dem wir mit einem Auto quer durchs Land gefahren sind. Im zweiten Monat sind wir dann Rad gefahren. In dieser Zeit haben wir auch an Rennen teilgenommen [Lesetipp: Mountainbiken auf Mallorca mit Roxybike]

Dein Kumpel hatte leider einen Unfall, bei dem er sich den Arm gebrochen hat. Wie lief die medizinische Versorgung in Neuseeland?

Die Versorgung lief relativ einfach. Was uns verwundert hat, war, dass wir nie eine Krankenversicherung nachweisen mussten und die medizinische Versorgung trotzdem umsonst für uns war.

2 Monate Auszeit in Neuseeland – wie bekommt man dafür grünes Licht vom Chef?

Ich habe einen sehr kulanten Chef und mir die Zeit mit Urlaubstagen und Überstunden erarbeitet.

Interview mit Jonas Hohmann

(c) Jonas Hohmann

Was musstet ihr sonst noch alles im Vorfeld klären?

Wir haben uns im Vorfeld wenige Gedanken gemacht und stattdessen alles spontan in Neuseeland geklärt. Das einzige, was wir vorher organisiert haben, war der Transport der Fahrräder und ein Hotel für die erste Woche.

Ist schon ein nächstes Abenteuer geplant?

Leider noch nicht.

Danke für das interessante Gespräch, Jonas!

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